Produkte werden nach ihrer Fertigstellung im Werk geprüft: Das ist fester Bestandteil jeder Qualitätskontrolle. In unserem Fachartikel erfahren Sie, wie Sie die Material- und Sichtprüfung in Ihrem Unternehmen zuverlässig und doch kostengünstig durchführen können.
Unser Fachartikel beantwortet Ihnen alle Fragen zu:
- Einsatzmöglichkeiten
- Qualität der Aufnahmen
- Anbindung an Ihr IT-System
- Dauer der Installation
- Kosten
Was bieten Canon Profi-Kameras, das industrielle Kameras nicht können?
Canons neue kompakte spiegellose APS-C- oder Vollformat-Profi-Kameras liefern eine deutlich höhere Bildqualität. Dank ihrer höheren Auflösung ermöglichen sie es, größere Flächen zu erfassen, ohne wichtige Details zu verlieren. Gleichzeitig bieten sie durch Canons einzigartigen integrierten Innovationsansatz eine schnellere Bildverarbeitung.
Wie ermöglicht Canons integrierter Innovationsansatz Qualität ohne Komplexität?
Canon entwirft und fertigt Sensor und Prozessor so, dass sie perfekt zusammenarbeiten. Diese Leistung wird durch die Integration jedes Objektivs weiter verbessert. Zudem gibt Canon durch sein SDK den Nutzern die Freiheit, Bilder auf jede erdenkliche Weise aufzunehmen und die Daten dann einfach an Drittanbieter-Analyseprogramme zu übertragen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Was sind die Vorteile einer Canon-Lösung für die Oberflächeninspektion?
- Eingebaute Qualität: Keine Notwendigkeit, die Wissenschaft der Bildverarbeitung zu erlernen oder Zeit mit dem Aufbau oder der Auslagerung von Teilen einer Bildaufnahmelösung zu verbringen.
- Skalierbarkeit: Einfachere und schnellere Skalierung von Kamera- oder Mehrkamerainspektionslösungen.
- Schnellere Implementierung: Bereits verfügbare Standardlösungen ermöglichen eine schnellere Umsetzung.
- Kostenübersicht: „All-in-One“-Lösungen, die einfacher zu verwalten und vorhersehbar sind.
Welche Kosten-/Leistungsvorteile bietet eine Canon-Inspektionslösung?
Je nach Herausforderung bei der Oberflächeninspektion und den Kosten-/Leistungsparametern bietet Canon eine Reihe von Lösungen, die das beste Gleichgewicht zwischen Auflösung, Empfindlichkeit, Robustheit, Gewicht und Automatisierung bieten – von „voll integriert“ bis hin zu „nur Objektiv“.
Worin unterscheidet sich Canons SDK-Software von anderen?
Wie bei anderen SDKs ermöglicht es auch das Canon SDK, nahezu jede Funktion einer Canon Kamera oder mehrerer Kameras aus der Ferne zu steuern, sodass die Leistung an Ihre speziellen Inspektionsanforderungen angepasst werden kann. Der Unterschied bei Canon ist, dass unser SDK dies auf die offenste Weise ermöglicht – über Windows/Mac OS/Linux und Drittanbieter-Analysesysteme hinweg. Es funktioniert mit über 70 Canon Kameras über eine Kabelverbindung und mit mehr als 20 Canon Kameras über eine Wi-Fi-Verbindung, wenn eine mobilere Inspektionslösung benötigt wird.
Wie eignen sich professionelle Kameras ideal für die oft ungewöhnlichen Bedingungen in Fabriken?
Durch eine Kombination einzigartiger Canon Imaging-Innovationen: dynamischer und speicherbasierter Autofokus, Bildstabilisierung und eine Auswahl an Objektiven, die verschiedene Arbeitsabstände abdecken. All dies ist in robusten, wetter- und staubgeschützten Gehäusen untergebracht, die bewiesen haben, dass sie selbst den härtesten Umgebungsbedingungen standhalten.
Welchen Support bietet Canon für diejenigen, die eine stärker integrierte Lösung testen und einsetzen möchten?
Canon Professional Services fungieren als Ihre Imaging-Experten und bieten das nötige Fachwissen, damit Sie sich auf die Produktion konzentrieren können. Testkits vor dem Kauf, globaler Support und die Verfügbarkeit von Produkten machen die Partnerschaft mit Canon so einfach und zuverlässig wie die Qualität der Inspektionslösungen.
Was, wenn ich die Qualität und Steuerbarkeit eines Canon-Objektivs möchte, aber ein industrielles Kamerasystem verwende?
Kein Problem. Mit dem neuen Birger Lens Controller können Canon Objektive problemlos in Ihre industriellen Kamerasysteme integriert werden.
Der Birger RF-Adapter ermöglicht erstmals den Einsatz von Canon RF-Objektiven an Industriekameras. Damit steht jetzt die enorme Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des RFObjektiv-Portfolios für viel – fältige Anwendungen in der industriellen Bildverarbeitung zur Verfügung.
Birger Engineering hat 2008 den Adapter für Canon EF-Objektive auf den Markt gebracht. Seitdem sind weltweit mehr als 30.000 dieser Adapter in unterschiedlichsten Anwendungen im Einsatz. Der neue RF-Adapter wurde in enger Zusammenarbeit mit Canon auf Basis einer Lizenzvereinbarung entwickelt. Es ist eine Premiere, dass RF-Objektive außerhalb des Canon EOS R Systems in diesem Umfang adaptiert wurden. Hersteller von Industriekameras und Systemintegratoren können somit die Leistung der RF-Objektive voll ausschöpfen. Das kurze Auflagemaß des RF-Bajonetts von lediglich 20mm (EF-Mount: 44mm) und sein großer Durchmesser von 54mm bildet die Basis für sehr kompakte Objektive mit hervorragenden Abbildungsleistungen. Der RF-Anschluss bietet umfassende Kontroll- und Steuermöglichkeiten sowie den schnellen Austausch von Daten zwischen Objektiv und Kamera.
RF-Adapter
Der Birger RF-Adapter ist deutlich kompakter als die EF-Version: Die Außenmaße haben eine Kantenlänge von 69mm, im Vergleich zu 76,2mm bei der EF-Version. Die elektronischen Komponenten und Schnittstellen sind auf dem neuesten Stand der Technik und die USB-C-Schnittstelle ermöglicht die Stromversorgung ohne zusätzliches Netzteil. Sie bietet zudem die Möglichkeit, den Adapter mit entsprechendem USB-Zubehör über Ethernet, Seriell, Can-Bus und GPIO zu steuern. Die Kamera-Schnittstelle ermöglicht es Kameraherstellern, die Stromversorgung und Kommunikation über die Kamera zu integrieren. Der Adapter unterstützt GenICam-basierte Standards in der industriellen Bildverarbeitung, wie z.B. OOCI GenCP über Seriell, USB und Ethernet.

Zahlreiche RF-Objektive zur Verfügung
Die Canon RF-Objektive decken aktuell einen Brennweitenbereich von 5,6 bis 1.200mm ab. Darunter sind lichtstarke Festbrennweiten, Zooms und Teleobjektive, aber auch DualFishey-Objektive für stereoskopische Aufnahmen und Makroobjektive. Manuelle Spezialobjektive mit EF-Anschluss wie die Tilt-Shift-Objektive, können weiterhin mit dem Birger RF-Adapter genutzt werden. Dazu kommt der Canon RF-Mount-Adapter zum Einsatz. Erik Widding, CEO und Chefentwickler von Birger Engineering beschreibt die Vorteile der RF-Objektive am Beispiel einiger Objektiv-Favoriten von Canon:
- RF 28mm F2.8 STM Weitwinkel-Objektiv: Dieses Objektiv zählt (ebenso wie das RF 50mm F1.8 IS STM) zu den preiswertesten Optiken im RF-Sortiment. Im Vergleich zum EF-Vorgänger ist es wesentlich kompakter: Der Abstand von der Frontline zur Bildebene beträgt 45 statt 95mm. Die kürzeste Aufnahmedistanz liegt bei 23cm, die Fokussierung arbeitet unglaublich schnell. Zusammen mit dem Birger RF Adapter bildet es eine kompakte Einheit.
- RF 600mm F11 IS STM Supertele-Objektiv: Gemeinsam mit dem RF 800mm F11 IS STM ist dieses Superteleobjektiv die preiswerteste Lösung mit ferngesteuerter Fokussierung. In Anwendungen, die eine lange Brennweite benötigen und bei denen ausreichend Licht vorhanden ist, bietet es ein unschlagbares Kosten/Nutzen-Verhältnis. Selbst bei lichtschwachen Anwendungen können die beiden RF-Optiken bei der Entwicklung von Prototypen hilfreich sein – zum Bruchteil des Preises einer lichtstarken Teleoptik.
- RF 24-105mm F2.8 L IS USM: Diese Neuentwicklung ist das erste Hybrid-Zoomobjektiv für Fotos und Videos, dessen Brennweite sich mit Hilfe der optionalen Powerzoom-Motoren ferngesteuert verstellen lässt. Vergleichbar ist nur das Canon CN-E 18-80mm T4.4 Compact Servo Cinema Lens. Die Fokussierung und Blendensteuerung des lichtstarken RF-Objektivs sind aber im Vergleich deutlich schneller. Der Focus-Breathing-Effekt ist praktisch Null. Die motorische Verstellung des Zooms ist ideal für Anwendungen in der Fertigungskontrolle, wo unterschiedlich große Objekte inspiziert werden, und die Fokussierebene variiert.
Umstieg vom EF- auf RF-Adapter
Für die Hersteller und Nutzer von Industriekameras stellt sich die Frage, wie der Umstieg vom Birger EF-Adapter auf die RF-Version funktioniert. „Sowohl die Birger Software als auch der elektrische Anschluss sind kompatibel“, erklärt Widding und ergänzt: „Unsere bestehenden Kunden können den Adapter an ihre Systeme anschließen und werden vergleichbare Ergebnisse erhalten.“ Auch die Industriekamerahersteller profitieren vom RF-Adapter. Reto Huber, Engineering Manager bei AOS Technologies, Hersteller von Highspeed-Kameras und Streaming-Systemen für anspruchsvolle Anwendungen, erläutert die Vorteile des RF-Adapters im Zusammenspiel mit den Kameras von AOS: „Dank des verkürzten Auflagemaßes sind die RF-Objektive besser auf unsere kompakten Kameras abgestimmt. Extrem lichtstarke Objektive wie das Canon RF 50mm F1.2 L USM und das RF 85mm F1.2 L USM eignen sich ideal für Highspeed-Aufnahmen. denn diese erfordern sehr kurze Verschlusszeiten, was einen hohen Lichtbedarf mit sich bringt.“ Für eine nahtlose Adaption der Objektive an die Kameras sei zudem die elektronische Ansteuerung entscheidend. „Da Birger langjährige Erfahrung in der Steuerung von Canon-Objektiven besitzt und deren Kommunikationsprotokoll bereits in unserer Firmware integriert war, hat die Kooperation mit Birger Entwicklungsaufwand und -zeit erheblich reduziert“, so Huber.